Verlobungsring-Ratgeber

Dezember

Der Türkis, der älteste bekannte Edelstein, ist der Stein des Dezembers. Hier steht, seit wann er abgebaut wird, warum er empfindlich ist und was daraus wurde.

Ein polierter ovaler Türkis-Cabochon in sanftem Blau mit feiner dunkler Matrixaderung.

Der Türkis ist der Geburtsstein des Monats Dezember. Er ist der älteste Edelstein der Welt.

Türkissteine wurden bei archäologischen Ausgrabungen aus der Jungsteinzeit gefunden - vor etwa 8.000 Jahren.

Der Stein zeichnet sich durch seine blaue Farbe aus und ist besonders empfindlich gegenüber Chemikalien.

Der Ursprung des Namens Türkis

Der Türkis wurde aus Persien über die Türkei nach Europa gebracht. Die Europäer, die irrtümlich annahmen, der Türkis stamme aus der Türkei, nannten den Stein «türkisch». Der Name des Steins wurde von den Franzosen zu «turquoise» abgewandelt, und das ist der Name des Steins bis heute.

Eigenschaften und Heilkräfte des Türkises

Im alten Persien glaubte man, der blaue Stein helfe, den Einfluss des «bösen Blicks» zu überwinden. Die Perser flochten Türkissteine in die Mähnen oder Schweife ihrer Pferde und Kamele, damit diese sie schützten. In Europa war es üblich, Ringe mit Türkis als «Vergissmeinnicht»-Geschenk zu schenken. Man glaubte zudem, der Stein habe die Eigenschaft, Verletzungen und Knochenbrüche zu verhindern.

Der Abbau des Türkises

Türkis lässt sich leicht abbauen und findet sich in Adern nahe der Oberfläche. Türkis kommt vor allem in trockenen Gegenden und in Wüsten vor. Die heutigen Abbaugebiete der Welt: Iran; die Vereinigten Staaten - Texas, New Mexico, Colorado, Arizona, Kalifornien; Tibet und China.

Türkis zu polieren ist aufwendig. Der Stein lässt sich schwer polieren und bearbeiten, da er von Natur aus porös ist. Die alten Perser fanden einen Weg, den Stein mit überlieferten Verfahren zu bearbeiten, die bis heute angewendet werden. Türkis ist zudem empfindlich gegenüber Chemikalien und sollte nur mit warmem Seifenwasser gereinigt werden.

Geschichte des Türkises

Der Türkis ist der älteste bekannte Edelstein der Welt. Türkissteine wurden bei archäologischen Ausgrabungen aus der Jungsteinzeit gefunden - etwa 8.000 Jahre vor unserer Zeit. Türkis findet sich in verschiedenen Kulturen, vom alten Ägypten über Persien (dem heutigen Iran) bis nach Südamerika.

Die Farbe ist azurblau oder grünlich, von hell bis dunkel. Mitunter treten graubraune oder schwarze Flecken auf ihm auf. Glatte Türkissteine mit gleichmäßiger Struktur und Farbe sind selten und recht teuer. In verschiedenen Kulturen wurde er häufig zur Herstellung von Amuletten verwendet. Er gilt als Nationalstein des Iran.

Schmuck mit Türkissteinen wurde in den Gräbern der Pharaonen in Ägypten gefunden. Der Türkis fand sich in den Felsen der Sinai-Wüste, und die alten Ägypter hatten dort schon vor 6.000 Jahren Minen. Die alten Ägypter zermahlten Türkis auch zu Pulver, das sie als Augenschminke verwendeten.

In der Kultur der Azteken, die im 15. und 16. Jahrhundert über Mexiko herrschten, wurden Kultgegenstände für die Götter mit Türkissteinen geschmückt.

In Europa erlebte Schmuck mit Türkis zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Blüte und große Nachfrage, mit der Eröffnung des Suezkanals und dem Erfolg des Stücks «Kleopatra», das Türkissteine in Mode brachte.

Türkis hilft, die Seele zu schützen, steigert das Gefühl von Ruhe und stärkt das Immunsystem. Der Einfluss des Türkises ist besonders stark auf die Gefühle. Er hilft unmittelbar jenen, deren Gefühle verwundet oder aus dem Gleichgewicht sind; er verbindet den, der ihn verwendet, mit seiner Fähigkeit, für andere und für die Menschheit etwas beizutragen; er eignet sich für jene, die meinen, nichts beitragen zu können, und sich deshalb im Hintergrund halten. Er ist der beste Stein, um die emotionale Intelligenz zu heben. Er verweist darauf, dass wir alle eins sind und dass ein Mensch, der anderen Gutes tut, auch sich selbst Gutes tut.

Auf körperlicher Ebene stärkt und steigert er die Lebensenergie und wirkt dadurch mittelbar, vor allem auf das Nervensystem. Türkis tut dem körperlichen und energetischen Gleichgewicht der Lunge gut - er erleichtert das Atmen und eignet sich für Menschen mit Asthma. Allgemein ist er gut zur Behandlung von Tieren; besonders Haustiere verbinden sich mit ihm.

Alternative Steine: Tansanit, blauer Zirkon.

Der Dezember-Geburtsstein in Schmuck

Türkis schmückt seit Jahrtausenden Schmuckstücke und bleibt ein unverwechselbarer Dezember-Geburtsstein, auch wenn seine Weichheit und Porosität schonendes Tragen verlangen. Wenn Sie mehr über die den einzelnen Monaten zugeordneten Steine lesen möchten, siehe den Ratgeber zu Geburtssteinen (wird in einem neuen Tab geöffnet) von Israel Diamonds.

Ein polierter Türkis mit dunkler Matrixaderung, der Geburtsstein des Dezembers.